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Familienbande

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Die Dornbergs

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4. Familienbande -




Einzug


Während sich Jens schon im Rheinland aufhält, läuft die Errichtung des von Weltzenbergschen Leipziger Unternehmenssitzes auf Hochtouren.

Kati von Weltzenberg war mit ihrer neuen Sekretärin auf Shoppingtour, um Mobiliar für die neue Niederlassung auszuwählen. Ihr Geschmack war immer schon ein wenig exklusiv. Hier ein Bild, da ein Bild, hier ein Beistelltisch, da ein Sessel. Die Sekretärin wurde auf eine harte Geduldsprobe gestellt, was ihre neue Chefin anging. Nur das Beste sollte es sein, schließlich hat sie nicht umsonst die Metropole Leipzig favorisiert. Die Stadt wo das Leben spielt. Nein, der neue Leipziger Sitz sollte die Firma repräsentieren und ein Juwel des gesamten Imperiums werden.

Von schweren Eichenmöbeln für ihr Büro, bis zu den Einrichtungen der Mitarbeiterbüros auf den beiden Etagen, die sie durch ein darauf spezialisiertes Unternehmen einrichten ließ, passte alles zusammen. Die Farben waren Ton in Ton und mit dem Innenarchitekten, den Kati aus Mülheim einfliegen ließ, bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt. Es herrschten Erdfarben vor, die ein heimisches Wohlgefühl aufkommen ließen.

Die Fertigstellung der beiden Büroetagen war für Mitte Januar avisiert. Dann sollte die große Eröffnungsparty starten, an der die Niederlassungsleiter aller von Weltzenbergschen Niederlassungen teilnehmen sollten.

Da der Firmenjet derzeit für ihren Mann Georg in Süddeutschland bereitstand, buchte Kati bei einer Deutschen Airline ihren Rückflug ins Rheinland, um den Jahreswechsel zu Hause zu verbringen. Am Tag des Rückflugs gab sie noch eine Liste von Anweisungen an ihren Architekten und Innenausstatter und setzte sich in ein Taxi Richtung Flughafen Leipzig-Halle in Schkeuditz.

Der Flughafen Leipzig/Halle, den auch Jens sehr gut kannte, glich einem besseren Sportflughafen, einer Messestadt eher unangemessen. Das höchste Gebäude war der Tower, der jedoch im klassischen DDR-Stil errichtet war und einem Plattenwohnhaus glich. Davor befand sich die Zuschauerterrasse, die Jens auch schon mehrmals aufsuchte, um den Maschinen bei den Starts und Landungen zuzusehen. Leipzig war nämlich zugleich ein Lehrflughafen, an dem Starts und Landungen geübt wurden. Gegenüber dem Tower standen in einem Aeropark ausgediente Interflug-Maschinen. Interflug war die DDR-eigene Fluggesellschaft, die mit der DDR in den Ruin getrieben wurde. Eine Maschine war zu einem Restaurant ausgebaut, in der man den Flugkomfort der Interflug erleben konnte. Die Abfertigungsschalter befanden sich in einem ebenerdigen Gebäude mit Flachdach.

Kati stieg aus, ging ins Flughafengebäude zum Schalter, checkte ein und nahm ihre Bordkarte in Empfang. Im Warteraum waren viele gut gekleidete Personen, die alle ihren Heimflug antreten wollten. Man konnte sagen, dass es ein Businessflug war. Nun wurde Katis Flug endlich aufgerufen. Mit Bussen wurden die Fluggäste zur wartenden Boeing gebracht. Sie stieg ein und nahm ihren Platz ein. Als die Maschine nun startete sichtete Kati die Stadt Leipzig. Die Maschine drehte einige Runden über der Stadt, bis die vom russischen Militär und der deutschen Flugsicherung freigegebene Flughöhe erreicht war.

Während des Steigflugs über der sächsischen Metropole sah sie den Quelle-Flugplatz die Leipziger Messe, den Uni-Riesen, den Hauptbahnhof, das Hotel Merkur und zu guter Letzt das Gebäude, in dem sich ihre neuen Büroräume befanden, bevor sie in den Wolken für dieses Jahr verschwand. Als die Reiseflughöhe erreicht war, bestellte sie sich ein Glas Champagner, genoss den Rückflug und prostete dem noch nicht angebrochenen Jahr, welches aber in ein paar Tagen beginnen würde, schon mal zu.

In Düsseldorf angekommen, wartete schon der Fahrer ihres Mannes am Flughafen, der sie dann nach Hause an die Ruhr chauffieren sollte, wo Georg sie schon mit einer Überraschung ungeduldig erwartete.



Ja, ich will …


Das neue Jahr steht vor der Tür. Jens überbrachte uns - diesmal nur telefonisch - die besten Wünsche für das neue Jahr. Er berichtete, wie er im Kreise seiner Familie und guten Freunden Weihnachten verbrachte und Silvester verbringen wird. Nebenbei erwähnte er, dass er auch im Dezember seinen Hochzeitstag hatte, den er und Denise am Rursee in der Eifel verbracht hatten. Er erzählte, dass er damals kurz vor Jahreswechsel, und dem Arbeitgeberwechsel von Denise nach Sachsen, beide kurz zuvor geheiratet hatten ... .

Für Jens waren noch die Worte seines westlichen Vorgesetzten sehr gut in Erinnerung, als wäre es erst gestern gewesen: "Wollen Sie wirklich mit Ihrer Frau hier arbeiten? Nee, nee, nimmt der seine Frau mit." "Ja", dachte Jens, "ich will mit meiner Frau dort arbeiten."

Kurz vor Weihnachten war es dann endlich so weit. Die vierjährige Verlobung wurde gelöst und die standesamtliche Trauung stand an, zu der er und Denise beide fest entschlossen waren. Die Vorbereitungen liefen hierzu bereits auf Hochtouren. Die Tage vor der Hochzeit hat Jens jeden Morgen Blumen zu Denises Arbeitsstelle schicken lassen. Diese waren als Countdown in eine neue Zeit gedacht … Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag kam immer zur gleichen Zeit der Blumenbote mit roten Rosen.

Am besagten "Tag aller Tage", es war ein Freitag, an dem Jens seine Freiheit verlieren sollte, spielte sein Magen nicht so recht mit. Aufgrund einer akuten Magen-Darm-Grippe, die er sich Tage zuvor eingefangen hatte, wurde die Zeremonie zu einer Veranstaltung die Jens niemals vergessen konnte. Vergessen wurde dabei allerdings leider der Brautstrauß; dafür waren die Zeitinterwalle zwischen den Toilettengängen zu kurz, um auch noch einen Blumenhandel auf dem Weg zum Standesamt aufzusuchen.

Im Standesamt warteten schon Denises Eltern, Ludwig und Almut mit der Schwester Tanja, Oma Reni, Denises Großtante Dine, Jens Eltern, Rudolf und Renate sowie Oma Eugenie.
Jens war kreidebleich, als alle hereingerufen wurden, nicht wegen dessen, was bevorstand, sondern, wegen dem was in seinem Magen vor sich ging. Die Trauzeugen, Rudolf und Ludwig setzten sich neben die Brautleute, während sich der Rest der Anwesenden im hinteren Teil des Trausaales Platz nehmen durfte.

Nach Durchführung der Formalitäten und der Beantwortung der Fragen wurde die Zeremonie mit den obligatorischen Glückwünschen beendet und die Fotosession im Trauungssaal begann. Hier ein Foto, da ein Foto vor dem Adventsgesteck, was aufgrund des fehlenden Brautstraußes als Ersatz in Kauf genommen wurde und hier eins mit Eltern, da mit Schwiegereltern. Das dauerte so einige Zeit. Für die Aufnahmen hatte Rudolf einen Oberhausener Fotografen engagiert.

Danach ging es dann zum Mittagessen in ein Balkanrestaurant. Jens' Infektion hatte sich ein wenig gebessert, obwohl die Krämpfe dennoch andauerten. Der Tag verlief ganz harmonisch. Alles Streitigkeiten, sogar die zwischen Almut und Renate, waren an diesem Tag vergessen, kein Intrigant der Vergangenheit hat es geschafft, diesen Tag zu verhindern, obwohl unter den Gästen bestimmt einige die Absicht gehabt haben.

Der Nachmittag wurde dann zu Hause bei Kaffee und Kuchen verbracht. Fürs Abendessen waren Speisen bestellt und wurden auch pünktlich geliefert.

Zuvor fuhr Denise mit Jens allerdings zu einem Arzt, Ghanaischer Herkunft, Doktor Il Beng, der Jens zwei Spritzen setzte und versprach, dass er "nun die ganze Nacht auf seiner Hochzeit durchtanzen könne". Als beide wieder zu Hause ankamen, sollte die Ankündigung des Arztes wahr werden. Der Virus war offenbar besiegt, wie der Arzt das auch immer hinbekommen hat: er hat es aber geschafft.
Als sich die letzten Gäste verabschiedet hatten, gingen Jens noch die Worte des Standesbeamten durch den Kopf.
Tags drauf war Jens wieder fit für die Hochzeits- und Abschiedsparty mit den besten Freunden. Heute gehören nicht mehr alle zu diesem Personenkreis.

"Denn es kommt ein Zeitpunkt in deinem Leben, wo du siehst, wer ein echter Freund ist und wer es niemals war … und niemals werden wird … ."



Die Abschiedsparty


Einen Tag nach der standesamtlichen Hochzeit startete die Abschiedsparty; zumindest hieß sie so für Jens. Zu diesem Zeitpunkt hegte er noch die Hoffnung, dass Sachsen die endgültige Heimat bald sein und auch für immer bleiben würde. Offiziell wurde diese Party aber Hochzeitsparty genannt.

Haben sich doch nicht alle über unsere Arbeitsmöglichkeit in Ostdeutschland gefreut. Der, der sich offensichtlich gefreut hat und sich viel Kritik gefallen lassen musste, war Rudolf. Alle anderen hatten Motive unterschiedlichster Couleur, angefangen bei Neid über Missgunst bis hin zu egoistischen niederen Motiven oder einfach weil sie befürchteten, dass wir fortan keine Zeit mehr für sie hätten.

Jens und Denise haben geladen und es kamen etwa fünfzehn Freunde und Bekannte. Bei Betreten der Wohnung, die mit zwei Zimmern und rund 58 Quadratmetern recht klein war, wurde von nahezu jedem Gast ein Foto geschossen. Mit von der Partie waren Denises beste Schulfreundinnen, Elfi, eine Landesbeamtin, mit der sich Jens bis heute noch hervorragend unterhalten kann und beide mit ihren Ansichten zu fast hundert Prozent übereinstimmen und Tina, eine in der Verwaltung einer kleinen Firma tätige Person, die es versteht, durch die Akustik ihrer Stimme, die Aufmerksamkeit der Umgebung auf ihre Person zu lenken.

Darüber hinaus waren die Eltern von Denise's und Jens' zukünftigen Patenkindes, Catrin und David Posen, anwesend, sowie weitere Personen, die aber in den folgenden Jahren eher an Bedeutung verlieren sollten; einige beabsichtigt, einige eher unbeabsichtigt.

Dieser Abend verlief recht vergnüglich und es war der vorerst letzte dieser Art in dieser Besetzung. Denn Jens hatte zum Ziel, die Oberhausener Wohnung mittelfristig ganz aufzugeben und für immer nach Leipzig oder Umgebung umzuziehen. Neben vielen vorbereiteten Spielen gab es ein Abendessen nie dagewesener Güte, welches Denise den ganzen Tag vorbereitet hatte; Salzbraten, Suppe und weitere kleine Snacks. Die Party lief etwa bis 4 Uhr am anderen Morgen.

An den Tagen nach der Party, zog ein wenig Unruhe ein. Es galt alle notwendigen Gegenstände zusammen zu packen, die für ein Leben in der Messestadt benötigt werden.

Zu Weihnachten trat neben den Kleinumzugsvorbereitungen der alljährliche Stress wieder ein. Hierhin und dorthin; dabei musste drauf geachtet werden, dass keine Eltern mit mehr Anwesenheit bedacht wurden als die anderen. Schwierig war es, zumal Jens und Denise sich damals darüber noch ernsthaft Gedanken gemacht haben und generell Personen, die so etwas vorrechneten, noch geistig erst genommen hatten. So waren sie halt - damals.

Aber Jens fand doch noch in den ganzen Wirren ein paar Stunden Zeit, um in sich zu kehren und in Erinnerungen zu schwelgen … .



Memories


Tief in Gedanken versunken lies Jens sein bisheriges Leben einmal Revue passieren. Er bedauerte es immer wieder, dass er leider keine lebenden Geschwister hatte. Er war wohl Nummer drei von vier Kindern, jedoch der einzige, der jemals überlebt hat. Oftmals besuchte er mit seinen Eltern das Grab seiner älteren Schwester, die drei Jahre vor seiner Geburt bereits gestorben war.

Er erinnerte sich auch daran, dass ja er und seine Frau Denise jeweils Verwandte in den Niederlanden hatte. Rudolf war sehr oft zu Besuch dort, da seine Großmutter von dort stammt.
Jens selbst sind seine Verwandten nicht mehr so bewusst, denn als er sie das letzte Mal sah, war er gerade 6 Jahre alt und stand vor seiner Einschulung. Aber an die Grundzüge eines prägenden Ereignisses kann er sich noch bis heute erinnern; dummerweise aber nur noch grob an die - offenbar - niederländischen Verwandten, wenn auch entfernter Natur, die bislang nur einmal eine kurze Rolle gespielt hatten. 34 Jahre sind seitdem allerdings vergangen und die Bilder der Erinnerung sind zwar stark verblasst, aber dennoch ein gutes Gefühl daran ist in Erinnerung geblieben ... .

Es war im Sommer 1976, kurz vor Jens Einschulung. Jens war damals mit seinen Eltern und seiner Oma Eugenie in Urlaub in den Niederlanden; genauer im Nordseebad Zandvoort, in dem Ort, in dem Jens beinahe zur Welt gekommen wäre, da Renate und Oma Eugenie sich monatelang in den Niederlanden aufhielten. Aber sie traten die Rückreise leider noch rechtzeitig, und für Jens zu früh, wieder an.

Während ihres Urlaubsaufenthalts fuhren sie eines Tages alle zusammen eine etwas weitere Strecke an Amsterdam vorbei in eine andere Großstadt bis sie ein hohes schmiedeeisernes und aufwendig verziertes Tor erreichten. Vor diesem Tor standen zwei Männer, die mit weißem Kurzarmhemd, weißer, ins Gesicht gezogener Schirmmütze und blauer Stoffhose bekleidet waren. Seitlich befand sich ein Halfter mit Schusswaffe. Aus heutiger Sicht würde er sagen, es waren Polizisten.

Rudolf fuhr bis ans Tor heran und sagte einem Mann etwas auf Holländisch wie "Wir werden erwartet". Das Tor wurde geöffnet und sie fuhren die Einfahrt hinauf. Sie fuhren auf ein dreistöckiges schneeweißes Haus zu - damals erschien es ihm wie in einem Märchen - , welches in Richtung der beiden Außenflügel an Höhe verlor. Mittig war auf dem Dach ein Turm, von dem man bestimmt eine gute Rundumaussicht haben könnte. Es war schon sehr beeindruckend, nein märchenhaft. Zwar solch ein Turm für Jens nichts Neues, denn die Wohnung seiner Eltern hatte auch ein kleines Türmchen, aber die Aussicht von dort war bestimmt nicht so schön wie die, die dieser Turm zu versprechen vermochte.

Sie stiegen aus und gingen zur Eingangstüre, die Tür von einer Dame geöffnet wurde, die in schwarz/weiß gekleidet war. Sie betraten eine riesige Halle, bevor sie in einen großen und hohen Raum geleitet wurden, in dem bereits eine Kaffeetafel gedeckt war. Kuchen und Gebäck waren auf der langen Tafel zu finden. In der Mitte des Tische stand ein glänzend polierter Silberleuchter mit fünf Wachskerzen, die jedoch darauf warteten angezündet zu werden.

Es vergingen einige Minuten, bis Personen näherten. Sie sprachen natürlich deutsch mit holländischem Akzent. Verstehen konnte Jens nichts, da der Akzent ihm zu dem Zeitpunkt gänzlich fremd war. Hin und wieder kamen aber auch verständliche deutsche Wörter vor.

Die Begrüßung war recht herzlich. Dafür, dass Jens die Personen noch nie zuvor gesehen hatte, waren sie sehr nett und herzlich zu ihm. Er bekam einen Kakao und ein Stück Kuchen von der Dame in schwarz/weiß serviert.

Danach durfte Jens in den riesigen Garten und mit den Hunden spielen, während sich seine Großmutter mit der, sich in ihrem Alter befindlichen als auch der jüngeren Dame in einen anderen Raum zurückzog. Seine Eltern unterhielten sich mit dem offensichtlichen Hausherrn angeregt, der fast ohne Akzent Deutsch sprach. Darin bekundeter er sein bedauern, dass seine Kinder nicht im Hause waren, Jens keine Gesellschaft hatte und sich alleine mit den Hunden beschäftigen musste.

Nachdem etwa zwei Stunden vergangen waren und Jens sich ausgiebig mit den Hunden ausgetobt hatte, kamen seine Eltern in den Park und sammelten ihn wieder für die Heimfahrt ein. Nach der herzlichen Verabschiedung stiegen sie wieder ins Auto und durchfuhren erneut das riesige Tor, nur diesmal in andere Richtung, welches hinter ihnen wieder geschlossen wurde.

Jens war dieser Moment noch in guter Erinnerung. Aber an die Personen kann er sich überhaupt nicht mehr erinnern; einfach aus seinem Gedächtnis gelöscht. Jedoch spürt er jedes Mal, wenn er in den Niederlanden ist, eine innerliche Verbundenheit mit diesem Land, die er kaum in der Lage ist zu beschreiben.

Es wurde niemals mehr über diesen Besuch und über die Personen gesprochen, bei denen sie zum Kaffee eingeladen waren. Jeder Versuch, sich über den Besuch zu unterhalten, wurde von Jens Mutter Renate, wie immer schroff-charmant abgewürgt und natürlich geleugnet, als habe er niemals stattgefunden. Dem war aber nicht so.

Über Jahre hat Jens an dieses Ereignis nicht mehr gedacht. Bis heute hat er den Anlass dieses Besuches nicht in Erfahrung bringen können. Nur schade, dass die Personen, die heute bestimmt noch bereit gewesen wären, darüber zu sprechen, Vater Rudolf und Oma Eugenie, leider inzwischen schon verstorben sind. Aber in Jens wächst die feste Absicht herauszufinden, wer die für ihn damals wie heute noch geheimnisvollen Personen von damals waren. Die Zeit läuft … und läuft auch ab.

Jens ist aus seinen Erinnerungen zurückgekehrt und geht in die Küche und brüht sich einen Kaffee und entdeckt dabei auf dem Küchentisch die Tageszeitung. Er blättert eine Seite nach der anderen; "Kommentare", "die Seite Drei", "Magazin", "Oberhausener Teil". Nun kamen die "Todes- und Guten-Tag-Anzeigen".


Jens Dornberg wurde blass traute seinen Augen nicht, was er da zu lesen bekam. Es war eine Heiratsanzeige mit dem Text: "Wir geben die Vermählung unserer Kinder Kerstin Dornberg und David Drechsler bekannt" ... . "Kerstin Dornberg … wer um alles in der Welt ist diese Kerstin Dornberg …?"




<<Fortsetzung folgt>>



Aktualisiert am 31 Aug 2015

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